Was passiert wenn die Erde gefriert?

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Apokalypse: Was passiert, wenn die Sonne erlischt?

Aktualisiert am 03.05.2018, 15:18 Uhr

Wir wagen uns an ein Gedankenspiel: Könnte es auf der Erde überhaupt ein Leben ohne Sonne geben? Und wie würde das aussehen?

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Sollte die Sonne von einer Sekunde auf die andere erlöschen, würden wir Menschen es erst nach acht Minuten bemerken. So lange benötigen die Sonnenstrahlen für ihre Reise zur Erde.

Wäre ein solches Szenario gleichbedeutend mit dem abrupten Ende unserer Spezies? Schwer zu sagen! Prinzipiell sind wir Menschen sehr anpassungsfähig: Wir können in Afrika genauso überleben wie in Sibirien.

Doch wie sieht es mit Pflanzen und Tieren aus? Auch wenn es Mikroorganismen gibt, die in der Erdkruste oder in der Tiefsee ohne Sonnenlicht überleben können, würden die meisten Pflanzen spätestens nach wenigen Wochen Dauerdunkelheit eingehen, die Fotosynthese müsste die gesamte Flora sofort einstellen.

Manche Bäume hingegen könnten tatsächlich - zumindest theoretisch - sogar Jahrzehnte länger leben, da sie über einen langsamen Stoffwechsel und große Zuckerspeicher verfügen.

Lebensfeindliche Temperaturen

Nichtsdestotrotz: Sterben die Pflanzen, gehen bald darauf auch die Tiere ein, die sich von ihnen ernähren. Das wiederum könnte immerhin den fleischfressenden Lebewesen für eine gewisse Zeit genügend Futter verschaffen - bis keine Kadaver mehr da sind und sie ebenfalls sterben würden.

Nach nur einer Woche Sonnenabstinenz würde die Temperatur auf der Erde auf circa Minus 70 Grad Celsius abfallen. Es gibt durchaus auch jetzt Orte auf der Welt, an denen das Thermometer in Ausnahmesituationen ähnliche Werte anzeigt. Ohne Schutzanzug ist ein Leben unter solchen konstanten Bedingungen für uns Menschen aber nicht möglich.

Wäre das Klima nach einem Ausfall der Sonne weltweit so kalt, würden die Ozeane einfrieren. Aber immerhin hätte - es klingt fast nach apokalyptischer Ironie - die entstehende Eisschicht an der Meeresoberfläche eine isolierende Funktion.

Die im Wasser gespeicherte Wärme könnte also dort bleiben - vermutlich sogar tausende Jahre. Die Folge wäre, dass die Meere eben nicht komplett einfrieren, sondern nur von einer dicken Schicht überzogen wären.

Was passiert mit den Menschen?

Nach etwa zehn Jahren würde es noch deutlich unangenehmer auf dem dann nicht mehr ganz so blauen Planeten werden: Die Temperatur an der Oberfläche würde auf Minus 220 Grad Celsius fallen und wir könnten nicht einmal mehr mit einem Schutzanzug überleben.

Denn bei diesen Gradzahlen beginnt der Sauerstoff zu kondensieren. Bildlich gesprochen würde die Luft wie Schnee vom Himmel fallen. Welcher Ausweg könnte der Menschheit in so einem Fall noch bleiben?

Genau die Tatsache, dass die Ozeane nicht zu einem massiven Eisblock gefrieren, könnte den Menschen das Leben retten - oder zumindest einen theoretischen Ausweg ermöglichen.

Denn wir könnten in großen Unterseebooten der lebensfeindlichen Kälte entkommen und in die Tiefen der Meere abtauchen. Was sicherlich nicht gerade der schönste Platz zum Leben ist.

Eine vermutlich bessere - wenn auch genauso utopische - Alternative könnte ein Ort an der Oberfläche sein: Island. Die Einheimischen dort heizen 87 Prozent ihrer Wohnungen mit geothermischer Energie. Eric Blackman, Astrophysiker an der University of Rochester in New York, ist sich sicher, dass die Menschen die Hitze von Vulkanen noch etliche Jahre nutzen könnten.

Aus der Umlaufbahn geworfen

Ob man dort aber wirklich einen apokalyptischen und nie endenden Winter überleben würde, ist reine Spekulation und am Ende nur ein sinnloser Rettungsanker in diesem Gedankenmodell.

Denn eines steht fest: Würde die Sonne von heute auf morgen erlöschen, würde uns auch die Masse unseres Fixsterns fehlen.

Die Folge: Die Erde und alle anderen Planeten würden aus ihrer Umlaufbahn geworfen werden und würden sich auf eine Reise durch den Weltraum begeben.

Wie die Konsequenzen genau aussehen würden, ist reine Spekulation. Vermutlich aber würde diese Reise kein gutes Ende für die Menschheit nehmen.

Zu viele Sorgen um die Apokalypse scheinen momentan allerdings nicht angebracht, denn unter normalen Umständen bleibt uns die Sonne noch einige Zeit erhalten.

Physiker haben berechnet, dass der Stern noch circa zehn Milliarden Jahre scheinen und erst dann in einer Supernova enden wird.

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Bald läuft zwar ein Film, wo das eventuell passiert, aber ich weiß nicht, was die Folgen davon wären. Wer kennt sich damit aus? Was würde dann passieren?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Was passiert wenn die Erde gefriert?

Soweit ich weiß entstehen magnetische Felder, wenn sich Metall bzw. Ladung bewegt. Da der Kern der Erde vermutlich aus Eisen besteht, würde das Magnetfeld der Erde zusammenbrechen, welches uns größtenteils von gefährlichen Strahlen schützt. Strahlt eine größete Menge dieser auf die Erde, wäre Leben wohl kaum denkbar, es sei denn man ist tief unter der Erde.

Was passiert wenn die Erde gefriert?

Denkt ihr wirklich so was passiert in den nächsten Tagen.? c;

Was passiert wenn die Erde gefriert?

erde stürzt ab und fällt in die U4 welt.

Was passiert wenn die Erde gefriert?

weiss man nicht mögliche ursachen wären erdanziehung geh berloren die zeit bleibt stehen die Erde gefriert

Was passiert wenn die Erde gefriert?

Corioliskraft oder Magnetfeld gestört vielleicht. Aber ist nicht möglich, denn warum dreht er sich ? Überleg mal ...

Was möchtest Du wissen?

Was würde passieren wenn der Erdkern erkaltet?

Durch einen kalten (und damit festen) Erdkern würde erstens das Erdmagnetfeld nicht mehr existieren (dies entsteht durch den Effekt, dass sich flüssiges und eisenhaltiges Erz innerhalb der Erde bewegt), welches die Erde vor schädlichen Einflüssen aus dem Weltraum z.B. dem Sonnenwind schützt.

Kann der Mond die Erde zerstören?

Nein, damit ist auch unter ungünstigsten Umständen nicht zu rechnen. Zwischen zwei massereichen Körpern wie Erde und Mond herrscht zwar eine starke Anziehungskraft; und wirkte sie allein, so würden beide Himmelskörper tatsächlich aufeinander stürzen.

Wann wird Erde zerstört?

Doch irgendwann wird die Sonne auch das Ende des Lebens auf der Erde besiegeln. In etwa fünf bis sieben Milliarden Jahren wird sie sich auf spektakuläre Weise verwandeln. Ihr Durchmesser nimmt zu, die Leuchtkraft steigt. Die sonnennächsten Planeten Merkur, Venus und Erde werden dabei zerstört.

Wie lange kann die Menschheit ohne Sonne überleben?

Ohne Sonnenlicht keine Photosynthese – also auch keine Atemluft. Allerdings würden wir nach dem Blackout nicht sofort ersticken, denn die vorhandene Luft in der Atmosphäre reicht noch für mehrere Tausend Jahre.